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Rittergut OhrRittergut am Weserufer
Im Spannungsfeld der Auseinandersetzungen zwischen Franken, Sachsen und Welfen ("Heinrich der Löwe") entfalteten die tüchtigen Grafen zu Everstein von ihrer auf dem Everstein zwischen Lobach und Negenborn (westlich von Stadtoldendorf) gelegenen Burg aus Selbständigkeit und Macht.
Mit ihren Burgen zu Hermersen (Hämelschenburg), der Burg zu Ohsen und dem Rittergut Ohr prägten sie im 12. und 13. Jahrhundert den Emmerthaler Raum. Eine Burg Grohnde wird erst um 1421 erwähnt. (Quelle: www.wikipedia.de) Der Oberst Georg Adolf von Hake war von 1818 bis zu seinem Tode 1840 Besitzer des nahegelegenen Rittergutes Ohr und der Schöpfer jener grossartigen Anlage, dessen Entstehung eine dramatische Geschichte vorhergeht, die aber mehrere Versionen hat. Über den Oberst Georg Adolf von Hake berichtet der Volksmund, dass er als Kommandeur eines hannoverschen Truppenteils einen Befehl des Herzogs von Wellington nicht beachtet habe, als Engländer und Hannoveraner bei Waterloo im Jahre 1815 gegen die französische Armee unter ihrem Kaiser Napoleon I. kämpften und schwere Verluste hatten. Durch ein befehlswidriges Verhalten sei er in Ungnade gefallen und zu lebenslänglicher Haft auf seinem Gut in Ohr verurteilt worden. Im Jahre 1817 begann Georg Adolf von Hake, den südlichen Teil des Ohrberges, der bis dahin als Schafsweide genutzt wurde, in einen Landschaftspark umzuwandeln. Damit er die Arbeiten besser überwachen konnte, liess er 1826 einen Pavillon bauen, den er im Sommer bewohnte. Dieser wurde 1965, da er baufällig geworden war, abgebrochen. Im Jahre 1840 starb Georg Adolf von Hake kinderlos. Ein Vetter aus Diedersen erbte das Rittergut und den Ohrbergpark. (Quelle: www.hamelner-geschichte.de)
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