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Gut Böddeken
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Burgen und Schlösser
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Gut Böddeken

Kloster Böddeken
Die reizvoll gelegene Klosteranlage wurde im Jahre 836 durch den später heilig gesprochenen Paderborner Archidiakon Meinolph mit Unterstützung des Klosters Corvey zunächst als Kanonissenstift gegründet. Eine bauliche Erneuerung, der Ausbau und die Ausgestaltung des Klosters durch die Augustinermönche geschah in einem längeren Zeitraum von 1434-1487.

(Quelle: www.bueren.de)

Die Gründung des Klosters Böddeken geht zurück auf eine Stiftung des Paderborner Archidiakons Meinolf aus dem Jahre 836. Anlässlich der Überführung der Reliquien des hl. Liborius von Le Mans nach Paderborn übertrug er sein Erbe dem späteren Diözesanpatron und gelobte den Bau eines Frauenklosters in "Bodicon". Nach der Legende errichtete er das Kloster an einer Stelle, die ihm ein Hirsch mit einem Kreuz im Geweih gezeigt hatte. Eine Brandkatastrophe führte am Ende des 14. Jhs. zur Aufgabe des Damenstifts. 1409 übernahmen Augustiner-Chorherren aus dem Kloster Bethlehem in Zwolle das ehem. Damenstift. In der darauffolgenden Zeit entfaltete sich im Kloster eine rege geistliche und wissenschaftliche Tätigkeit. Die Säkularisation brachte 1803 das Ende des Klosters. Das Klostergut wurde zunächst als Staatsdomäne bewirtschaftet, 1822 dann verkauft und gelangte daraufhin in den Besitz der Herren von Mallinckrodt. Die früheren Klostergebäude sind in ihrer wesentlichen Bausubstanz weitgehend erhalten geblieben. Südlich und westlich vom Wohnbereich erstreckt sich der Wirtschaftshof mit Gebäuden aus der Klosterzeit. Als einzigartig auf westfälischem Boden gilt der Bibliothekssaal im Obergeschoss. Er enthält Wandmalereien aus dem 15. Jh. mit Darstellungen, die sich auf die damals vorhandenen Bücher beziehen. Der Westflügel wird von der Eigentümerfamilie bewohnt. Ein Teil der Gebäude wird heute als Internat genutzt. Im Jahr 1744 erhielt die Kirche eine neue Orgel, für deren Bau der im westfälischen Raum weithin bekannte Lippstädter Meister Johann Patroklus Möller gewonnen wurde. Sie steht heute in der Bürener Pfarrkirche St. Nikolaus.

(Quelle: www.klosterregion.de)