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Gut LevesteGutshof der Freiherren Knigge
Eine Zusammenfassung von Marlene Kühlechner, verbunden mit dem Dank an Ernst August Freiherr Knigge für die Informationen.
Im Westen liegt der Gutshof der Freiherren Knigge, deren Geschichte eng mit unserem Dorf verbunden ist. Das Herrenhaus, erbaut von 1728 bis 1732, ist umgeben von altem Baumbestand. Die ursprüngliche Gräfte ist nur noch zum Teil erhalten. Der Entwurf des Tors zur einstmals geplanten Einfahrt durch eine Allee auf das Haus zu, wird dem königl. hannoverschen Baumeister Laves zugeschrieben. Da die dazugehörige Brücke über den Hausgraben aber nie gebaut wurde, erfolgt die Zufahrt heute noch über den Gutshof. Der Gutspark war ursprünglich eine barocke Anlage. Diese wurde wahrscheinlich schon im frühen 19. Jahrhundert verändert. Auch die nachfolgende Gartengestaltung konnte, wegen des hohen Pflegeaufwands, nach dem 2. Weltkrieg nicht erhalten bleiben und ist seitdem im Wandel zu einem pflegeleichteren Landschaftspark. Die achteckige und einst mit einem schiefergedeckten Kuppeldach versehene Orangerie diente in früheren Zeiten der Überwinterung der in Kübeln im Sommer aufgestellten Orangenbäume und Palmen. Das Dach wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben beschädigt, notdürftig repariert, vor kurzem aber wegen Baufälligkeit abgerissen. Das Mauerwerk ist anschliessend restauriert worden. Auch ohne Kuppel ist das Gebäude nun wieder ein Schmuckstück des Gartens. Übrigens sollen, nach einer Überlieferung, die ersten Orangenbäume der Herrenhäuser Gärten aus dem Levester Park stammen. Die heutige Hofanlage wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Zwei Drittel der Gebäude fielen 1965 einem grossen Brand zum Opfer. Eine umfangreiche Milchvieh- und Schafhaltung musste deshalb aufgegeben werden. Zur selben Zeit erfolgte die Umstellung auf reine Ackerwirtschaft. Der Wiederaufbau gelang im Verlauf eines Jahres innerhalb der alten Mauern. Das Levester Ortswappen wurde 1960 mit dem Knigge’schen Wappen verbunden: der Kesselhaken als Sinnbild bäuerlichen Lebens und der rote Löwe über zwei roten Balken auf silbernem Schild. Vermutlich wurde seinerzeit beim Entwurf des Wappens die Familie Knigge nicht konsultiert; denn der Original-Löwe sieht etwas anders aus, nämlich mit Doppelschwanz und einer Krone auf dem Haupt. (Quelle: www.leveste.de)
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