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Schloss Hannovervon der Königsresidenz zum Sitz der Volksvertretung
Wie kein anderes Gebäude in Hannover repräsentiert das Leineschloss die Geschichte des Landes der vergangenen drei Jahrhunderte: Wo einst das Machtzentrum eines fürstlichen Herrschers angesiedelt war, tagt heute die demokratisch gewählte Volksvertretung des Bundeslandes Niedersachsen, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus den bis dahin selbständigen Ländern Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe gebildet wurde. Wie der Name erahnen lässt, liegt der klassizistische Bau am Leineufer in der Altstadt und zählt zu den schönsten historischen Stätten Hannovers. Das erste Leineschloss war ein zweckmässiger Fachwerkbau, den Herzog Georg von Calenberg (1583 - 1641) während des 30-Jährigen Krieges 1637 auf den Grundmauern eines Minoritenklosters (um 1300) errichten liess und als Residenz nutzte. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Gebäude vielfältige Umbaumassnahmen und Zerstörungen. Den bis heute erhaltenen klassizistischen Charakter verdankt das Leineschloss dem hannoverschen Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864), der es umfassend neu gestaltete. 1943 wurde das Gebäude durch einen Luftangriff fast vollständig zerstört. Erst 1957 begann der Wiederaufbau zum Parlamentssitz. Seit 1962 tagt hier der Niedersächsische Landtag. Die alle fünf Jahre neu gewählten Volksvertreter aus allen Teilen des Landes treffen sich im Leineschloss zu Plenar-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen. In dem ehemaligen königlich-hannoverschen Schloss sind ausserdem die Büros der Fraktionen, die Landtagsverwaltung, die Landespressekonferenz und ein Restaurant mit Tagungsräumen untergebracht.
(Quelle: www.presse-hannover.de) Ab 1700 entstanden in dem ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Leine zahlreiche Landsitze des Hofadels. Einige ihrer Gärten wurden nach dem Ankauf durch den Grafen Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn ab 1768 zum Wallmodengarten zusammengefasst. 1782 wurde das Wallmodenschloß errichtet, das die berühmte antike Kunstsammlung des Grafen beherbergte. 1835 bis 1841 wurdn unter der Leitung von Christian Schaumburg umfangreiche Veränderungen bei der Zusammenlegung der Landsitze vorgenommen und der Garten in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild umgestaltet. Die schmalen Wasserläufe ehemals einzelner Gärten wurden zu größeren Teichen erweitert und der dabei ausgehobene Boden diente zur Modellierung des Geländes. Der neu gestaltete Garten wurde zu Ehren Georg IV. in Georgengarten umbenannt und das Wallmodenschloß wurde zum Georgenpalais, dem heutigen Sitz des Wilhelm Busch Museums. 1921 übernahm die Stadt Hannover den Georgengarten, sorgte für eine gründliche Instandsetzung und ließ 1934/ 35 auf einer Anhöhe den Leibniztempel mit einer Büste von Gottfried Wilhelm Leibniz errichten. Während des 2. Weltkrieges diente der Garten als Gemüseanbaugebiet, so daß bis Mitte der 50er Jahre umfangreiche Wiederherrichtungsmaßnahmen nötig waren, um den Georgengarten wieder in einen attraktiven öffentlichen Park umzuwandeln. 1998/ 99 wurde der zentrale Bereich um das Wilhelm Busch Museum restauriert. Auch die 1726 angelegte, fast 2 km lange Herrenhäuser Allee trug schwere Kriegsschäden davon. Anfang der 70er Jahre wurde die Allee, die den gesamten Georgengarten durchzieht, durch die Pflanzung von rund 1.300 achtjährigen Kaiserlinden vollständig erneuert. Nördlich der Herrenhäuser Allee auf der Fläche des heutigen Welfengartens wurde 1717 der Wohnsitz des Grafen Platen "Schloß Monbrillant" erbaut. 1857 wurde das Schloß abgerissen. An gleicher Stelle entstand nach einem Entwurf des Hofbaurats Tramm das Welfenschloß aus weißem Deistersandstein. Die königliche Familie konnte das Schloß jedoch nicht mehr als Residenz beziehen, denn noch vor dessen Fertigstellung wurde das Königreich Hannover von Preußen annektiert. 1879 zog die Technische Hochschule, die heutige Universität, in das Gebäude ein. Vor dem Schloß steht das von Friedrich Wolf gestaltete Wahrzeichen des Landes Niedersachsen, das Sachsenroß. Während des 2. Weltkrieges wurde der Welfengarten stark zerstört. Bei seiner Wiederherstellung in den Jahren 1953 bis 1956 wurde er in eine Parkanlage umgestaltet, die auf die Bedürfnisse des Universitätsbetriebs abgestimmt ist. (Quelle: www.hannover.de)
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